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Nach dem ermüdend mit Konzerten gespickten Vortag stand am Sonntag der TESCO-Abend auf dem Programm, unser persönlicher Höhepunkt dieses Jahr.
Fünf Bands an einem Stück, leider auch diesmal auf Kosten einiger anderer Auftritte, die man gerne gesehen hätte (SIEBEN und NEBELUNG in der KRYPTA des VÖLKERSCHLACHTDENKMALS) sowie die katalanische Meister des rhythmischen Noise, ESPLENDOR GEOMETRICO im WERK II (ONETWO im Kohlrabizirkus zu verpassen war zu verkraften, Claudia Brücken und Paul Humphreys hatten erst noch im Vorjahrini der AGRA gespielt) aber der ANKER liegt leider sowas von abgelegen (damit gewisse Elemente zuhause bleiben...?), dass ein schnelles 'venue-hopping' leider nicht drin war.
JOB KARMA aus Polen sind alterprobte Festivalhasen und ein Auftritt beim WGT war lange überfällig. Das Trio spielte ein atemberaubendes sehr kraftvolles AmbientIndustrial-Set und, soviel ist sicher, in der unbeliebten Rolle des Openers des Abends, werden sie hier wohl nicht mehr auftreten müssen. Das mitgebrachte Merchandise verkaufte sich übrigens so schnell, dass die Band am Ende alles aus ihrem Auto heraus verkaufe, was sich dort noch zwischen und unter den Sitzen fand!
Der neue Sound der reformierten Gerechtigkeits Liga sagt mir, ehrlich gesagt, nicht wirklich zu, dennoch freute ich mich sehr für Till und seine zwei Livemitstreiter, dass sie hier die Möglichkeit bekamen, ihren neuen Sound einem großen und sehr interessierten Publikum vorzustellen. Bestes Stück des Abends natürllich 'End of The Present', der unbestrittene 'Hit' der ersten Periode der Band .
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Vom folgenden INADE-Konzert sind mir nicht mehr allzuviele Details in Erinnerung, als Gesamterlebnis überzeugte der Auftritt natürlich ein weiteres Mal und wir können uns nicht vorstellen dessen irgendmal einmal überdrüssig zu werden.
Anezephalia hatten seit ihrem richtungsweisenden, jedoch von vielen unverstandenen 'Noeham'-Album, also seit knapp fünf Jahren nichts mehr veröffentlicht, für das Konzert war aber eine exklusive Single, 'Projeted Void', angekündigt, die auch auf neues Livematerial hoffen ließ.
Tatsächglich unterschied sich das Set dann auch deutlich von dem vorherigen beim Londoner 'Hinoeuma' Club. Sänger Brigant Moloch brauchte jedoch eine Weile, strauchelte auch noch ungewohnt mit der englischen Sprache; nach etwa einer Viertel Stunde jedoch hatte das Duo, das eigentlich ein Soloprojekt ist, zu seiner gewohnten Form gefunden: dicht, intensiv, eruptiv, bedrohlich, aggressiv, ...perfekt.
Und es sollte noch besser kommen, Headliner dieses 'Tesco'-Abends waren schließlich keinen geringeren als die mystischen OPERATION CLEANSWEEP, auf Platte einer der überzeugendsten Vertreter des 'Power Electronics' Genres und auch das München-Live-Album bei XN dokumentiert die beinahe unschlagbare Größe des deutschen Projekts.
Und doch kam dann alles anders: das Duo lieferte ein derart uninspiriertes, strukturloses Konzert, dass man es kaum glauben mochte. Beide sahen auch nicht wirklich glücklich aus, bei dem was sie da machten.
Dass, wie eingangs erwähnt, zur selben Zeit ESPLENDOR GEOMETRICO im WERK II spielten, machte die Enttäuschung auch nicht gerade besser...
Mit dem nächsten Tonträger werden OPERATION CLEANSWEEP ganz sicher wieder aufholen, aber dieses Konzert wird wohl kaum je für die Nachwelt auf CD/LP gebannt werden... |