gespräche

Berlin, 17.3.2000

Pünktlich zum Erscheinen des neuen Albums "Cruise" arrangierte Deafborn eine begleitende Tour der Band, im Rahmen derer wir uns im Berliner Stellwerk mit William Bennett zu einem netten Gespräch zusammenfanden, dessen Inhalt wir im Folgenden leicht gekürzt wiedergeben

IRONFLAME:

Erzähl uns etwas über die Reaktion des Publikums auf der ersten Show der aktuellen Tour? Wie kamen besonders die beiden neuen Tracks, die offensichtlich einen neuen Gesangsstil WHs einläuten, an?

W. BENNETT:

Von den beiden Tracks, die du ansprichst, haben wir auf der gestrigen Show in Antwerpen lediglich "Princess Disease" gespielt. Besondere Publikumsreaktionen diesem Stück gegenüber waren jedoch nicht festzustellen, da zum einen viele Leute das neue Album noch gar nicht kannten. Außerdem gilt für Whitehouse Konzerte, dass die Publikumsreaktionen, ganz unabhängig von der Songauswahl, generell sehr sehr unterschiedlich ausfallen.

IRONFLAME:

Es lässt sich doch aber sagen, dass bei Tracks wie "My Cock's on Fire" und Slogans wie "I'm Coming up Your Ass" eine deutliches Johlen durch das Publikum geht und ein frenetisches Aufbrausen der Menge die Folge ist.

W. BENNETT:

Sicher, das ist wahr. Was die neuen Stücke jedoch charakterisiert, ist, dass sich in ihnen keine dieser griffigen, kurzen "catchy" Slogans finden. Beide Stücke haben einen gewaltigen textlichen, lyrischen Inhalt, und es finden sich keine Wiederholungen, keine traditionellen Strophen und kein Refrain. Eine Wiedererkennung ist also nicht einfach, erschwert durch die Tatsache, dass das Album erst seit kurzem auf dem Markt ist.

IRONFLAME:

Ich finde, die Stücke zeichnet, gerade durch den Verzicht auf kurze Slogans und Wiederholung einunderselben Phrasen, eine ungemein rauhe Energie aus, die den Whitehouse-Sound endlich wieder ein großes Stück voranbringt.

W. BENNETT:

Ja, absolut! Und sobald die Leute mehr vertraut mit dem Albummaterial sein werden, wird sich zeigen, wie der auf einigen neuen Tracks des Albums angewandte Verzicht auf repetetive Slogans ankommt - wir sind sehr gespannt darauf.

IRONFLAME:

2000 sah bereits die zweite Beinaheauflösung der Band nach der Pause, die Du Whitehouse bereits 1985 nach dem Erscheinen von "Great White Death" verordnetet hattest. Philipp Best erklärte seinen Abschied von der Band, woraufhin Susan Lawly erst einmal einen temporären Stillstand aller Bandaktivitäten verkündete. Hätte Phillip sich nicht für einen Wiedereinstieg entschieden, hätten Whitehouse mit anderer Besetzung oder auch nur zu zweit ihre Aktivitäten wieder aufgenommen?

W. BENNETT:

Nein auf gar keinen Fall. Phillip ist sehr wichtig für die Band und sein Nein wäre auch das Nein für ein Weiterbestehen gewesen.

IRONFLAME:

Interessant finde ich die Tatsache, dass seit dem Bestehen der Band, sogar in der Besetzung deines vorherigen Projektes Come, stets drei Mitglieder die Gruppe formierten. In Whitehouse haben neben der heutigen Besetzung im Lauf der Jahre auch Glenn Michael Wallis, Paul Reuter, Peter McKay, Stefan Jaworzyn, John Murphy und Peter William gespielt, jedoch stets in Dreierbesetzung...

W. BENNETT:

Ja, interessantes Konzept, oder? Mitttlerweile glaube ich sogar, zu dem Thema mit ziemlicher Sicherheit sagen zu können, dass es keine weiteren Umbesetzungen geben wird. Sollten Peter oder Philipp sich, aus welchem Grund auch immer, entscheiden, nicht weitermachen zu wollen, so würde das, selbstverständlich auch bei einer derartigen Entscheidung von meiner Seite aus, das definitive Ende von Whitehouse bedeuten!

IRONFLAME:

Momentan, so wie die Dinge laufen, nicht gerade wahrscheinlich, oder?

W. BENNETT:

Nein ganz bestimmt nicht.

IRONFLAME:

Sind beide (Sotos & Best) in Studioprozesse ebenso involviert wie live oder wäre eher live irgendwann kurzfristiger und unverbindlicher Ersatz vorstellbar, wie etwa G.M. Wallis, der nie mit Dir im Studio war und eher als Sessionmusiker über die Jahre bei Bedarf immer wieder zur Verfügung stand?

W. BENNETT:

Ja, vollkommen. Live wie auch im Studio sind beide unersetzbar. Beide sind und waren so auch beim aktuellen Album "Cruise" von Anfang an prägend mit an der Entstehung beteiligt.

IRONFLAME:

Peter kommt demnach tatsächlich für die gesamten Aufnahmesessions aus Illinois nach London?

W. BENNETT:

Nein, so darf man sich seinen Beitrag nicht vorstellen. Er kümmert sich dort, wo er lebt, in Chicago, um die ganze Arbeit fürs Album mit Steve Albini. Glaub mir, es gibt auch dort eine Menge zu tun.

IRONFLAME:

Albinis Zutun als Produzent beschränkte sich diesmal aber auf "Public", den dokumentarisch-collagenartigen Track des Albums, während Du wieder als Produzent für den gesamten Rest fungiertest?

W. BENNETT:

Das ist korrekt. "Public" möchte ich jedoch nicht unterbewertet wissen. Der Track ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Albums.

IRONFLAME:

Gerade Tracks wie dieser böten sich auch für die alternativen Studentenradios an, die Eure extremen Noise Assaults sonst eher meiden. Konntet Ihr für "Public" oder "Private" vom letzten Album Radio-Airplay verzeichnen?

W. BENNETT:

Nein, leider nicht. Sicher ist es wahr, dass sie durchaus fürs Radio geignet wären, doch sicher nicht nur die Länge der Tracks dürfte viele Programmverantwortliche letzlich davon abhalten. Man sollte nicht vergessen, dass das Hören dieser Dokumente schon eine durchaus quälende und schreckliche Erfahrung für viele Hörer darstellen dürfte.

IRONFLAME:

Durch die Playlists, die du Dir regelmäßig von den Sendern zustellen lässt, dürftest Du einen guten Überblick über die meist gespielten Whitehousetracks im Radio haben...

W. BENNETT:

Nun, Du kennst die Amerikaner. Die Tracks, die Du mit Sicherheit nicht oder sehr selten hören wirst, sind natürlich die mit vielen Flüchen oder unflätigen Ausdrücken...

IRONFLAME:

... also sämtliche Vocaltracks.

W. BENNETT:

Richtig . Wenn überhaupt, dann weichen sie also auf die unverfänglichen Instrumentastücke aus, etwa "Scapegoat" vom neuen Album. Auf "A Cunt like you" etwa würdest du im Radio sicherlich vergeblich warten.

IRONFLAME:

Gutes Stichwort: A Cunt like you. Viele Leser werden gespannt darauf sein zu hören, warum sich der Track, der sich so auch schon auf dem Vorgängeralbum "Mummy & Daddy" fand, nun noch einmal als quasi Füllmaterial auf "Cruise" findet?

W. BENNETT:

Das Album ist sehr konzeptionell aufgebaut und so ohne "A Cunt like you" nicht denkbar, dies stand bereits zum Anfang der Aufnahmen fest. Auch an eine große Umarbeitung des Stückes war nicht zu denken. Dies ist die finale und ultimative Version des Stückes, das in seiner einzigartige Stärke seinen Platz auf dem Album unbedingt verdient hat!

IRONFLAME:

Als nächste sichere Veröffentlichung noch für 2001 wurde von Euch Teil 2 der Archivserie "Anthology" versprochen. Was erwartet uns auf dieser doch schon arg in Verzug gekommenen Veröffentlichung? Viele warten noch immer auf ein Rerelease der Leibstandarte-SS-MB-Platten. Ich persönlich fände, es wäre an der Zeit, den legendären "Fur Ilse Koch" Sampler wieder neu aufzulegen.

W. BENNETT:

Nun, beide Wünsche werden sicherlich zum Teil schon bald in Erfüllung gehen. Die Platzfrage schließt allerdings eine komplette Wiederveröffentlichung aus.

IRONFLAME:

Wobei auf einer erneuten Doppel-CD doch alle drei Alben samt zusätzlichem Material Platz fänden...

W. BENNETT:

Momentan spricht bei Susan Lawly noch keiner von einem Doppelalbum! Es werden jedoch auf alle Fälle Ilse-Koch-Stücke dabei sein, außerdem mit SIcherheit Come's "I'm Jack" sowie auch einige Stücke Maurizio Bianchis.

IRONFLAME:

Wenn, wie du sagst, nur einige Stücke von Ilse Koch auf den "Anthology"-Sampler kommen, werden wohl am ehesten die "Stücke" von Heinrich HImmler, Aleister Crowley und Charles Manson dran glauben müssen?

W. BENNETT:

Richtig, diese Stücke waren und sind ja nun wirklich nicht "unser" Material, das alles diente seinerzeit nur dokumentarischen und weniger unterhaltsamen Zwecken.

IRONFLAME:

Von dem Schlag gab es ja auf Come Org. noch weitere weit umfangreichere Veröffentlichungen. Viele Leute heute, vor allem die jüngeren, werden die Tapes kaum mehr kennen: den Soundtrack zu Leni Riefenstahls "Triumph des Willens". Die japanischen Kriegsmusikdokumente. Das Manson-Tape. Die SA- und SS-Märsche oder auch die lehrreichen und doch schockierenden Tondokumente zum Thema Kannibalismus. Ist denn bei diesen Raritäten noch eine Nachfrage zu verzeichnen & wurden gar LIzensierungs- oder Wiederveröffentlichungswünsche an Euch herangetragen?

W. BENNETT:

Ja, sicher existiert noch immer eine Nachfrage auch nach diesem Material. Doch das Thema hat sich doch nun erledigt, die Sachen wurden bereits einmal veröffentlicht - fertig. Susan Lawly wurde zwar in dokumentatorischer Absicht gegründet, jedoch ging es uns vornehmlich darum, Whitehouses Studioalben wieder der Öffentlichkeit zuganglich zu machen.

IRONFLAME:

Eine besonders große Nachfrage besteht ja auch nach den beiden Bianchi-Alben "Triumph of the Will" und "Weltanschauung". Maurizio Bianchi soll die Wiederveröffentlichung der beiden Werke, die Come Org. unter dem sehr provokativen und spektakulären Banner "Leibstandarte SS MB" veröffentlichte, bis heute mit allen Kräften verhindert haben, nun kündigst du zumindest ein partielles Rerelease auf "Antholofgy II" an. Wie kommt's - habt Ihr zu einer Einigung gefunden?

W. BENNETT:

Das ist gar nicht nötig. Wir sind im Besitz aller Bänder und als Eigentümer der Rechte aller Come-Releases auch befugt, jegliches Material wiederzuveröffentlichen, wann immer wir wollen. Aber es stimmt schon: Bianchis Mangement hat uns tatsächlich kontaktiert und ließ mitteilen, dass er nicht zufrieden mit uns sei.

IRONFLAME:

Nun, die öffentliche Version berichtet von weit umfangreicheren Anschuldigungen. Was glaubst du, war wirklich das Problem, das er mit den beiden Leibstandarte-SS-MB-Alben hatte? Meinst Du, es war das völlig neue Bild, das sich ergab, nachdem Come Org. im IPS Studio die Hitler-Ansprachen über sein Material gelegt hatten, oder war er einfach nur enttäuscht, dass es sich bei der dabei verwendeten Musik um sein bereits in instrumentaler Form erschienenes Werk "Technology 1&2" handelte?

W. BENNETT:

Um den ganzen Wirbel zu verstehen, darf man aber auch nicht vergessen, dass Maurizio sich damals plötzlich radikal verändert hatte. Er wandte sich mit einem Mal der Religion zu, was demzufolge auch seine Ansichten der Thematik gegenüber radikal veränderte. Er lebt heute als Jesuit oder ähnliches, das dürfte wohl einiges erklären!

IRONFLAME:

Kevin Tomkins, der damals mit seinem Projekt Sutcliff Jugend zu den wenigen von Dir persönlich verehrten Künstlern gehörte und der gemeinsam mit Philipp Best (ehem.: Consumer Electronics) für das Album "Right to Kill" zur Band stieß, soll 1985 ähnliches durchgemacht haben. Neben Trennung von seinem gesamten Equipment, war davon die Rede, er hätte auch seine gesamte Tapes-, Platten- und Videosammlung vernichtet. Viele vermuteten hier ebenfalls religiöse oder zumindest spirituelle Gründe doch Tomkins selbst, der mittlerweile wieder in der Liga spielt, verweigert dazu jede Aussage...

W. BENNETT:

Dieser zugegeben harte Schnitt und auch die Trennung von all seinem Hab und Gut hatten eher andere Gründe. Kevin hatte schlicht und einfach Angst! Ihm war die ganze Sache zu heiß geworden und er wollte sich einer möglichen Verfolgung durch ermittelnde Behörden entziehen.

IRONFLAME:

Klingt reichlich paranoid, denn anders als in dem Whitehouse-/Come-eigenen Pamphlet KATA angekündigt, blieb es doch stets bei Worten und der vieldiskutierte von Euch angekündigte Gang in die Kriminalität blieb doch auch aus?

W. BENNETT:

Gewisse restriktive Aktionen fanden zu der Zeit aber tatsächlich statt, nur Paranoia anzuführen würde der damaligen Situation nicht ganz gerecht.

IRONFLAME:

Du meinst dien großen Skandal in England im Zuge der Ermittlungen gegen Genesis P-Orridge und seinen "Temple of Psychick Youth" wg. angeblicher satanischer Umtriebe und KIndesmissbrauch?

W. BENNETT:

Nein, das nicht. Ich meine eher die Sache, die Peter widerfahren ist [Anm. d. Verf.: ein Gerichtsverfahren wegen jugendgefährdender Schriften/Kinderpornografie, das mit einer empfindlichen Strafe für Sotos endete] sowie auch einigen anderen. Natürlich hatte Kevin auch noch andere Gründe. Er heiratete u.a. zu eben jenem Zeitpunkt und sein folgender Weggang wird auch zu großem Teil diesem Umstand Rechnung tragen.

IRONFLAME:

Nicht sehr viel später war auch für Dich erst einmal Schluß und Du zogst für eine lange Zeit nach Spanien. Trieben Dich ähnliche Gründe?

W. BENNETT:

Nein. aber es gab zu dem Zeitpunkt nichts wirklich Bandrelevantes zu tun. Wir veröffentlichten immerhin noch "Great White Death"...

IRONFLAME:

Eine, von allen Whitehouse Fanatics nach dem Album heißerwartete, Tour gab es jedoch nie, mal von den beiden Madrider Shows abgesehen. Stattdessen ließt Du Dich beim "British Institute" in Spanien anstellen...

W. BENNETT:

... ein Teil meiner Geschichte, über den ich nicht sprechen möchte! Meine Zeit in Madrid und insbesondere diese Anstellung haben nichts mit meiner musikalischen Geschichte und dem Werdegang von Whitehouse zu tun.

IRONFLAME:

Nun, immerhin ließen sich dadurch doch die noch immer kursierenden Gerüchte um Deine Angebliche Anstellung als Lehrer oder gar Kindergärtner aus dem Wege schaffen.

W. BENNETT:

Die Frage werde ich Dir privat gerne beantworten und ich habe auch kein Problem damit; mit dem Interview, das einzig das Sujet "Whitehouse" zum Thema hat, haben Frage und Antwort jedoch nicht das geringste zu tun. Ich denke es genügt, zu sagen, dass ich während meiner Zeit in Spanien und in Thailand nicht viel mit Musik zu tun hatte. Seit 1991 jedoch bin ich wieder 100%ig dabei. Musik ist mein Leben und es gibt keine weiteren wie auch immer gearteten Jobs.

IRONFLAME:

Boyd Rice berichtete kürzlich, dass während der letzten 25 Jahre die Leute ihm stets gesagt hätten: Du bist solch ein netter Kerl, nur warum um alles in der Welt machst du diese fürchterliche Noise-Musik? Neuerdings hätte sich das Blatt jedoch gewendet und die Leute sagen nun: Du machst solch phantastische Noise-Musik aber warum bist du so böse und hast diese fürchterlichen Texte. Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht, dass Eure Musik plötzlich allgemein anerkannt wird und die Leute sich nun über die Texte hermachen?

W. BENNETT:

Tatsächlich haben die Leute schon immer Probleme mit unseren Inhalten gehabt. Allerdings haben wir uns in dem Punkt in den letzten Jahren auch sehr verändert und ich kenne viele Noisemusiker, die in den Achtzigern ähnliche Musik veröffentlichten und die sich und ihren Stil ebenfalls in andere Richtungen und Wege verändert haben. Die heutige Situation ist schwer zu beurteilen, heutzutage herrscht eine ganz andere Kultur auch bezüglich der Thematiken, die wir etwa mit dem neuen Album behandeln. Auf die ältere Generation wird all das sicherlich weitaus schockierender wirken als für die jüngere, die mit Gangsta-Rap u.ä. aufgewachsen ist.

IRONFLAME:

Welche Probleme genau haben seinerzeit Rough Trade, immerhin der größte und wichtigste Exporteur der Achtziger in England, mit Euren Inhalten oder generell mit Euch gehabt? Sie sahen immerhin kein Problem darin, Joy Division oder auch X-Mal Deutschland zu vertreiben, Whitehouse jedoch wurden bei Rough Trade wie auch bei Caroline von Anfang an boykottiert. Schon ein schlecht fotokopierter Schwanz auf "Erector" reichte für eine erneute Bestätigung des Boykotts.

W. BENNETT:

Deren Problem war, dass, ihrer Ansicht nach, Musik solange nicht bedrohlich ist, wie sie nur irgendeinen Rhythmus, eine Meldie und Schlagzeugeinsatz aufweist. So war das auch der Fall mit Bands wie Death in June oder Joy DIvision: sicher, sie benutzten diese provokativen Bilder und umgaben sich mit einem provokativen Image aber letztendlich spielten sie doch die erwünschte und akzeptierte Musik. Mit Whitehouse lag die Sache anders: da hattest du neben Image und BIldern auch die passende Musik und das Zusammenspiel beider Faktoren verlieh Whitehouse eine viel stärkere und kräftigere Macht. Die Leute werden immer Musik akzeptieren solange sie nur einen Beat hat und sie dazu tanzen können. Insoweit hat sich nichts geändert und Rough Trades Argumente in Richtung Image etc. waren stets nur vorgeschoben, deren einziges Problem mit uns war immer nur unsere Musik.

IRONFLAME:

Du vertrittst eine starke Position gegenüber Imitatoren, was aber hältst Du von dem neueren Sutcliffe-Jügend-Material, das dein einstiger MItstreiter und ehemaliges Vorbild Tomkins in letzter Zeit auf Death Factory veröffentlichte, nicht nur meiner Ansicht nach das überzeugendste PE-Material seit langem weit und breit?

W. BENNETT:

Ach ja? Ich bin viel eher der Meinung, dass das, was er heute macht, komplett in den Achtzigern stehen geblieben ist: die Sprache und Ausdrucksweise - alles!

IRONFLAME:

Die Musik aber ist doch um LIchtjahre besser produziert.

W. BENNETT:

Ja sicher, von der Produktion her sind die Sachen schon toll aber meiner Meinung nach dennoch mit der Zeit stehengeblieben. Whitehouse hingegen haben sich immer verändert, sind nie stehengeblieben.

IRONFLAME:

Was auffällt ist, dass Susan Lawly sich stark im Internet engagiert und nicht auf den Kopf gefallen scheint, was neue Techniken und Möglichkeiten im Netz angeht. Da wäre es nur logisch, dass William Bennet Mitglied der Whitehouse-Mailinglist ist und sich dort anonym unter den Whitehousefanatics umhört...?

W. BENNETT:

Stimmt, erwischt! Nur wenn die unnützen Postings überhand nehmen, lese ich nicht alles, aber ansonsten, wenn es die Zeit zulässt, beobachte ich gerne, was dort vor sich geht.

IRONFLAME:

Dein Internet-Engagement ist zweifelsohne eine Bereicherung für die Fans, wenn Ihr etwa auf MP3.com unveröffentlichte Stücke zuganglich macht oder LIve Actions als CDs bereitstellst. Hingegen unveständlich bleibt die Praktik, sämtliche Aktionen etwa bei Ebay, bei denen Whitehouse-/Come Org.-Platten, angeboten werden, stoppen zu lassen, selbst wenn es sich um reguläre Veröffentlichungen handelt und keine Bootlegs. Wofür also der ganze Aufwand?

W. BENNETT:

Nun der Aufwand hält sich sehr gering, denn Ebay informiert uns über auftauchende Aktionen unserer Platten und nicht wir sie. Jeder anderen Plattenfirma stünde der gleiche Weg offen; warum außer uns bisher nur Majorlabels ein solches Abkommen mit Ebay geschlossen haben, wer weiß? Zu Deinem Vorwurf: viele der von Dir angeführten Auktionen sind sehr unklar abgefasst und lassen nicht eindeutig erkennen, ob es sich nun um ein Bootleg handelt oder nicht - also entscheiden wir im Zweifel für unsere Interessen!

IRONFLAME:

Bleiben wir bei den neuen Technologien. Wird es jemals ein Rerelease der legendären "Come Ultra" Videos geben, konsequenterweise auf DVD, dem aktuellen technologischen Standard? Denkbare sicher gern gesehene DVD-Rereleases wären auch das "Try and be Greatful" Video oder ein Projekt, das bisher nur angekündigt und nie verwirklicht wurde: wiederum ein im Studio eingespieltes Livekonzert ohne Publikum, das vor einigen Jahren auf Susan Lawly erscheinen sollte?

W. BENNETT:

Ich hoffe doch, ja. Sicher nicht in seiner jeweils vollen Länge, aber vieles davon planen wir wirklich wieder auf DVD zugänglich zu machen.

IRONFLAME:

George Valls, der für Come die Öffentlichkeitsarbeit leistete, kündigte in der eben erwähnten "Ultra" Video Serie eine Reihe von Snuff Releases an und auch Du versprachst in Eurem offiziellen Sprachrohr "KATA", die musikalische Phase sein nun abgeschlossen und die Band werde sich in Zukunft nur noch kriminell betätigen. Beides offensichtlich Scherze, doch wenn die Öffentlichkeit bisher schon einen fotokopierten Schwanz in den falschen Hals bekam, hätte doch bei derlei Statements ein ungleich größerer Aufschrei von Presse und Öffentlichkeit die Folge sein müssen?

W. BENNETT:

Absolut! In der Situation war das Glück wirklich enorm auf unserer Seite. Zur gleichen Zeit nämlich war eine immens große Enthüllungssaktion der Presse im Gange mit nicht enden wollenden Nachforschungen und großen Aufmachern in den Sonntagszeitungen. Unser Glück, dass gerade diese Geschichten dort nicht auftauchten!

IRONFLAME:

Du meinst die "Enthüllung", dass Whitehouse angeblich im selben Haus logierten wie die National Front? [Anm. d. Verf.: tatsächlich handelte es sich um die rechtsnationale "League of Saint George" und die Adresse war lediglich eine Postadresse die sich beinahe eintausend Firmen miteinander teilten]

W. BENNETT:

Genau die Geschichte. Eine Aufklärung der Geschichte in den Londoner Blättern hat es nie gegeben, wenngleich doch so viele Leute an der Geschichte dran waren und schnell auf die Wahrheit gestoßen sein werden.

IRONFLAME:

Eine andere Sache, die Euch einem Faschismus-Verdacht ungleich näher brachte, war der mysteriöse Artikel im belgischen Force Mental Magazin [Anm. d. Verf.: hervorragendes Fanzine der Industrial-Kultformation Club Moral], eine Geschichte, in der viel gesagt, spekuliert und geschrieben wurde und eine eindeutige Aufklärung doch nie erfolgte...

W. BENNETT:

Ach, diese ganze Geschichte basierte doch einzig und allein auf Hörensagen und alles was damals geschrieben und gesagt wurde, wurde einfach zu wortwörtlich genommen - beinahe alles wurde vollkommen misinterpretiert! Es wäre wirklich verrückt, jetzt noch einmal über diese ganze Sache zu sprechen.

IRONFLAME:

Das mysteriöse Come-Manifest "Struggle for a new musical Culture" taucht in den offiziellen Labellistings nicht auf. Handelt es sich dabei am Ende um jenen unglückseligen Force Mental-Artikel zum Thema "Neue Rechte"?

W. BENNETT:

Wir wurden von dem Magazin gezielt angefragt, einen Bericht zu diesem bestimmten Thema ("Neue Rechte") zu schreiben. Sie gaben das Thema vor, nicht wir! Statt einer angemessen realistischen Betrachtung des Ganzen zogen viel Leute es dann vor, das Ganze zu wortwörtlich zu nehmen, was letzten Endes deren Problem ist.

IRONFLAME:

Einige besonders paranoide Individuen wollen in Eurem Come-Org-Logo Hinweise auf einen faschistischen Background Eurerseits erkennen können...

W. BENNETT:

Nun, keinen interessiert heute mehr, wer Steve Stapleton ist, aber tatsächlich war er es, der aus einer vorherigen Zeichnung das Design entwickelte.

IRONFLAME:

Throbbing Gristle entliehen ihren berühmten TG-Flash ja Oswald Mosleys Faschistenorganisation aus den 30er Jahren, nun mutmaßen halt einige, bei Come könnte es sich ähnlich verhalten.

W. BENNETT:

Viele Labels dieser Zeit orientierten sich beim Logodesign an frühen Arbeiten des 20. Jahrunderts. Nimm z.B. Factory Records und viele viele andere.

IRONFLAME:

Wo wir gerade von Steven Stapleton/Nurse with Wound sprachen: um 1990 herum veröffentlichte er ohne Deine Zustimmung ein Rerelease Eures gemeinsamen Konzept-Albums "The 150 Murderous Passions", woraufhin die beiderseitigen Beziehungen einfroren. Bei Eurem Londoner Comebackkonzert 1991 jedoch sah man Stapleton als Verantwortlichen für den Live-Mix hinter den Reglern stehen. Gab es da eine Versöhnung?

W. BENNETT:

Wir reden nicht mehr miteinander. So verhält sich die Situation.

IRONFLAME:

Zwei der besten Whitehouse-Alben sind bis heute nicht wiederveröffentlicht worden, weil die Masterbänder wohl nicht mehr auffindbar sind. Könntet Ihr Euch vorstelllen, eine CD direkt von Vinyl zu mastern, wie es Stapleton mit der "150 Murderous Passions" getan hat?

W. BENNETT:

Stapletons/World Serpents Re-Release der Platte ist eine unvertretbare Verstümmelung der Originalaufnahme, die wirklich absolut lächerlich klingt! Die Platte ist von einer unglaublich armseligen Qualität, was sicherlich nicht dafür spricht, ähnlich mit der von Dir angesprochenen "Psychopathia Sexualis" zu verfahren. Entgegen des vorherrschenden Glaubens sind die Originalbänder zu "Right to Kill" jedoch keineswegs verloren, sondern befinden sich in unserem Besitz.

IRONFLAME:

Lässt diese Tatsache dann also doch noch auf eine Wiederveröffentlichung hoffen, oder wollt Ihr an dem Konzept festhalten, dieser Platte (anders als allen anderen Veröffentlichungen) mit ihrer Minimalauflage von gerade einmal 200 Stück (durch die Hämann-Bootlegs aus Deutschland ist diese Zahl natürlich mittlerweile gestiegen), keine weitere Auflage zu gönnen?

W. BENNETT:

Erraten. Diese Platte ist schließlich etwas besonderes, eine versteckte Bedeutung steckt in diesem Release! Sie ist also nicht mit den anderen Whitehouse-Veröffentlichungen zu vergleichen. Sicher ist uns klar, dass damit eine Menge Geld zu verdienen wäre.

IRONFLAME:

Hast Du Hämann, der die vergriffenen Alben damals kurzerhand illegal selbst wiederveröffentlichte, eigentlich jemals verklagt?

W. BENNETT:

Nein, aber wir haben wohl rechtliche Schritte gegen Vertriebe und Plattenläden eingeleitet, die die Platten vertrieben haben. Leider fehlten mir die Möglichkeiten gegen die eigentlichen Urheber der Angelegeheit in Deutschland vorzugehen. Heute ist es zu spät und die Täter sind vor Strafe sicher.

IRONFLAME:

Ich finde es schade, dass Euer Periodikum "KATA" eingestellt wurde und sich die Whitehouse Fanatics stattdessen heutzutage mit den lieblos gestalteten Susan-Lawly-Preislisten zufriedengeben müssen. Wäre es nicht an der Zeit, diese regelmäßigen Mailings mit redaktionellen Beiträgen wieder etwas inhaltsvoller zu gestalten?

W. BENNETT:

Ich verstehe genau was Du meinst, aber das ist auch einige schwierige Angelegenheit, denn ursprünglich wurde Susan Lawly einzig und allein als Vertriebsorganisator für Whitehouse-Produkte ins Leben gerufen und alles andere würde über dieses Ziel hinausschießen.

IRONFLAME:

Susan Lawly also lediglich als verlängerter Public-Relation-Arm zum Hochtreiben der Verkaufszahlen?

W. BENNETT:

Nicht nur, aber für derartige Aktionen fehlt uns einfach der Spielraum.

IRONFLAME:

Aus wievielen Leuten neben Dir setzt sich das Unternehmen Susan Lawly zusammen?

W. BENNETT:

Es sind schon einige Leute in SL involviert, jeder unter anderen Gesichtspunkten, jedoch ist jedermanns Zeit aber tatsächlich auch knapp bemessen. Man wird sehen inwieweit wir unseren Tätigkeitsbereich in Zukunft erweitern werden.

IRONFLAME:

Wie wärs mit dem Verlagsgeschäft? Ein Buchprojekt etwa, ähnlich dem über 300 Seiten starken Fanprojekt "Birth-Death", das Unmengen von Livefotos, Texten, Platten- und Konzertreviews sowie zahlreiche Originalflyer- und Posterartworks versammelte. Auch das Whitehouse-Scrapbook und die Interviewsammlung "Still Going Strong" samt Tribute-Tapecompilation stießen auf reges Interesse. Ein offizielles Buch direkt von der Quelle fände doch sicherlich viele Abnehmer. Und waren eigentlich die eben erwähnten Bücher von Dir/SL legitimierte und abgesegnete Releases?

W. BENNETT:

Über ein solches Buchprojekt a la "The History of Come Org. /Whitehouse" wäre nachzudenken, doch ich möchte an dieser Stelle noch nichts versprechen.

IRONFLAME:

In Deutschland herrscht leichte Konfusion betreffend Jordi Valls von "Vagina Dentata Organ" und George Michael Wallis von "Konstruktivists", die beide mit Whitehouse assoziiert waren. G.M. Wallis half öfters als Livemusiker aus, was aber war Valls Aufgabe im Zusammenhang mit Whitehouse und war er je aktives Mitglied?

W. BENNETT:

George war nie Mitglied der Band. Er war in den Achtziger der Manager der Band, der alle organisatorischen Aufgaben für uns übernahm: er besorgte uns Konzerte, arrangierte Interviews und betätigte sich als Tourmanager.

IRONFLAME:

Was hältst Du von Div-X, dem neuen Videokompressionsformat, das es erlaubt, ganze DVDs zu rippen und auf eine gewöhnliche CD zu spielen? Da ihr bereits so intensiv in MP3 (dem Audiopendant von Div-X) publiziert - wäre es nicht eine gute Idee, nach und nach auch alle Live Actions im Div-X-Format auf CD zu veröffentlichen?

W. BENNETT:

Wir haben bereits nach Möglichhkeiten Ausschau gehalten, "Try and be Greatful" und andere VHS-Videoreleases in zukunftskompatibleren Formaten zu veröffentlichen. Es wird also Rerelease geben, allerdings werden wir uns am wahrscheinlichsten für das VideoCD-Format entscheiden, ebenso könnte ich mir aber auch DVD als Format vorstellen.

IRONFLAME:

Die intellektuelle [...] Ausgangsbasis der Metalszene der 90er Jahre war in einigen Zügen vergleichbar mit der der frühen Industrialbewegung, sprich: Beschäftigung mit den Extremen der Gesellschaft, Massenmörder, Kulte und Gewalt im Allgemeinen. Bekanntermaßen beließen es die Blackmetaller nicht bei der intellektuellen Auseinandersetzung mit derlei Themen sondern schritten zu Taten, brannten Kirchen ab, töteten Priester und metzelten am Ende sich gegenseitig nieder. Denkst du, die Industrialszene hat zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Bestehens ebenso nahe an einer solchen Schwelle gestanden.

W. BENNETT:

Nein, ich glaube nicht. Heavy Metal hat so viele Anhänger - dass sich darunter auch Kriminelle fanden, unterscheidet die Szene nicht wirklich von der Gesellschaft im Allgemeinen. Sowie ich die Szene sehe, ist das doch alles nicht mehr als ganz gewöhnlicher Rock'n'Roll mit cartoonesk-gewaltätigen Elementen. Eher als bei Bands mit gewalttätigen Inhalten darauf zu spekulieren, dass dementsprechende Taten nun nicht mehr fern lägen, richte man seinen Blick doch beispielsweise einmal auf Leute, die die Bibel lesen. Man schaue sich einmal an, wieviele Bibelleser bereits Menschen getötet oder Tempel angezündet haben: ein sicherlich ungleich höherer Prozentsatz!

IRONFLAME:

Als Daniel Miller 1986 begann, alle regulären Throbbing Gristle-Alben wiederzuveröffentlichen und später mit Grey Area ein Label eigens für die Wiederveröffentlichung von Industrial-Kultklassikern ins Leben rief - hat Dein alter Mentor da auch Dich kontaktiert oder war die Gründung von Susan Lawly bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in Planung?

W. BENNETT:

Ich weiß auch nicht, warum er nie die Klassiker für ein Rerelease angefragt hat, aber letzten Endes ist es doch am besten, wie es ist: so habe ich die volle Kontrolle über alle Belange, 100%. Ich muss allerdings zugeben, auch kein allzu großer Fan dieser Bands zu sein, deren Platten da wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

IRONFLAME:

Sieht die Veröffentlichungspolitik Susan Lawlys eigentlich weiterhin limitierte Auflagen vor, oder werden nun immer weitere Editionen nachgepresst, sobald die erste Auflage vergriffen ist?

W. BENNETT:

Nein, theoretisch möchten wir jedes Release unbegrenzt zur Verfügung stellen und werden auch nachpressen, sobald dies nötig wird; es gibt diesbezüglich allerdings Probleme mit den ganz frühen Susan Lawly-Veröffentlichungen, insbesondere auch mit den Vinyl-Releases, da wir damals noch einen Lizensierungsdeal mit Vinyl Experience hatten...

IRONFLAME:

... den heutigen World Serpent

W. BENNETT:

Richtig. Vinyl Experience haben sich also damals das Recht erworben, Auflagen nachzupressen; ab "Birth Death Experience" gibt es aber keinen Grund, warum wir Veröffentlichungen noch limitieren sollten, alle künftigen Releases werden also auf lange Zeit verfügbar bleiben.

IRONFLAME:

Ein gesuchtes Release aus Deinem Dunstkreis, das Peter-Sotos-Album "Buyers Market" erschien leider nicht auf Susan Lawly, war limitiert und ist leider bereits vergriffen. Warum diese Strategie?

W. BENNETT:

Von allen hätte ich es sicherlich am meisten begrüßt, wenn dieses Album auf Susan Lawly erscheinen wäre! Peter hat mir nicht gesagt, was seine Beweggründe waren und ich kann mich auch nicht mehr im genauen an die Umstände erinnern, die zur Fremdveröffentlichung des Albums führten.

IRONFLAME:

Wieviele Ausgaben Eures Videomagazins "Ultra" erschienen eigentlich seinerzeits - die einzige sich Mitte/Ende der Achtziger in Deutschland im Umlauf befindliche war die Nr.1?

W. BENNETT:

Tatsächlich erschienen drei Ausgaben: Issue 1, 2 und 4; doch um Deine wahrscheinlich nächste Frage im Voraus zu beantworten: es werden sich sicherlich auch Teile dieser drei Ausgaben auf möglichen kommenden VCDs oder DVD finden - es gilt abzuwarten, es wird sich noch einiges ändern im Hause Susan Lawly!

Leider blieb uns nicht mehr Zeit noch mehr Fragen zu klären. Zu gerne hätten wir noch gewusst, ob denn nun tatsächlich Monte Cazzaza oder RE-Search hinter den ominösen Bombendrohungen anlässlich der 1983'er Tour in San Franciso steckten, wie Whitehouse dem aktuellen Laptop/Powerbook-Trend im Noisebreich gegenüberstehen, ob das Vehältnis Band-Publikum während der Liveactions wieder mehr Berührungspunkte vertragen könnte und vieles mehr. All dies beim nächsten Mal.

Wir danken William Bennett für dieses Interview, Philipp Best für seine einmalige Bühnenpräsenz und Peter Sotos für ganz andere Sachen!

© Stefan Schwanke/Ironflame



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